
Könnte so gemütlich sein: Es sich gemeinsam gemütlich machen, Popcorn futtern, einen guten Film schauen, den Abend genießen. Genau das werden die Kinder- und Jugendfeuerwehren aus der Gemeinde an diesem Wochenende auch machen. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass mitten während des Films plötzlich ein Notruf schrillt, sie alles stehen und liegen lassen müssen und sich das Gemütliche in hektische Betriebsamkeit verwandelt. Vielleicht ist ein Teddybär im Wald verloren gegangen und findet ohne Hilfe nicht zurück – und die Kinder müssen ausschwärmen zur Personensuche, um das arme Plüschtier zu retten.
Solche oder ähnliche Dinge könnten durchaus passieren beim „verlängerten Dienst“, zu dem sich der Feuerwehrnachwuchs an diesem Wochenende trifft. „Wir versuchen dabei, die Kinder mit viel Spaß und Lust am Entdecken an das ranzuführen, was später in der aktiven Wehr an Aufgaben auf sie zukommen kann: Brände löschen, Personen bergen, bei Personensuchen unterstützen, Hilfe leisten und mehr“, sagt Matthias Matic, Jugendfeuerwehrwart der Gemeinde.
Insgesamt sind rund 100 Kinder in der Gemeinde dabei, kommen regelmäßig zu Übungsabenden, ortsübergreifend. „So wichtig jede Wehr auch für den Zusammenhalt eines einzelnen Ortes ist: Wir versuchen bei uns, das Miteinander auch darüber hinaus zu leben, und das funktioniert. Wer beim Übungsabend in seinem Ort mal keine Zeit hat, kommt stattdessen in den Nachbarort und macht da mit. Und auch bei unseren großen Zeltlagern können sich alle Kinder an alle Betreuer wenden und halten über die Ortschaften hinaus zusammen. Das ist toll zu beobachten“, sagt Matthias.
Nur klemmt es bei manchen Eltern finanziell. „Da gibt es schon welche, die sagen, ,100 Euro sind viel Geld für mich. Das sitzt nicht drin‘“, sagt der Jugendfeuerwehrwart, der im Beruf als Disponent in der Telekommunikationssparte bei tbd arbeitet. „Und da unterstützen wir, so gut wir können. Denn wir möchten, dass alle mitmachen und dabei sein können und niemand ausgeschlossen wird.“
Wir von TBD helfen da unsererseits gern – und haben dem Förderverein der Feuerwehr Uplengen-Mitte – stellvertretend für die gesamten Kinder- und Jugendwehren der Gemeinde – 1500 Euro vom Konto unserer „Aktion Glückscent“ gespendet. Für die spenden alle teilnehmenden Mitarbeiter unseres Unternehmens monatlich 99 Cent ihres Lohns – und das Unternehmen verdoppelt die Gesamtspende am Ende jedes Monats. Um diejenigen zu unterstützen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen.
Und das gilt aus unserer Sicht auch und besonders für die Kinder- und Jugendfeuerwehren und ihren Fortbestand. Dabei geht es beim Nachwuchs der freiwilligen Wehren längst nicht nur um Übungen, die auf Brandschutz zielen, um erste Hilfe oder darum, später eingeklemmte Menschen aus Unfallwagen zu befreien.
„Wir basteln mit den Kleinen auch Nistkästen, puzzeln mal, wobei die Puzzleteile unfallfrei mit einer Trage transportiert werden müssen, oder backen auch zusammen Kekse oder Pizza. Der Übergang von den Kinderfeuerwehren über die Jugendfeuerwehren bis zu den Aktiven ist meist nahtlos. Und das Miteinander bei uns lebt davon, wie gut gemischt wir auch beim Alter sind. Einer unserer heutigen Ausbilder ist selbst als Zehnjähriger bei uns gestartet und heute so engagiert, dass auch die Erfahrenen viel von ihm lernen können.“
Und auch bei ihm lernen Kinder fast beiläufig im Spiel Verantwortungsgefühl, Einsatz füreinander, Zusammenhalt. „Das ist wirklich etwas, das bleibt“, sagt Matthias. Und diese Entwicklung beginnt manchmal in Kinder- und Jugendjahren mit der Suche nach versteckten Teddybären im Wald.







