
Den Blick fest ans Display einer Art elektronischer Wünschelrute geheftet, schreitet Monique übers Gras. Mit der linken Hand schwenkt sie das Gerät, das in Wirklichkeit keine Wünschelrute, sondern ein Fehlerortungsgerät ist. Mit der rechten Hand steckt sie einen ans Gerät angeschlossenen a-förmigen Metallrahmen immer wieder von Neuem in den Boden. Das Gerät beginnt zu piepen, Pfeile zeigen ihr auf dem Display Zielrichtungen an – und binnen Kürze hat sie die Stelle gefunden, an der ein Telekommunikationskabel mit beschädigtem Mantel im Grund liegt: die erhoffte Fehlerquelle.
Dem Kabel-Mantelfehler auf der Spur
Wieso? Ein zuvor auf das Kabel gegebenes Prüfsignal kann an der Schadstelle ins Erdreich austreten und verteilt sich von dort aus dreidimensional. Dadurch entstehen unterschiedliche elektrische Potentiale an der Erdoberfläche. Die beiden Spitzen des sogenannten A-Frames stecken einige Dezimeter auseinander im Boden und messen die Spannungsdifferenz zwischen zwei solchen Punkten. Das Gerät übersetzt diese Potenzialdifferenzen in Richtungsanzeigen und akustische Signale.
Messtechnik-Experte Heiko begleitet Monique auf der Fehlersuche entlang der unterirdischen Teststrecke unserer tbd-Akademie, gibt Tipps. Nur ein paar Meter weiter steht Herbert, Mitarbeiter des Herstellers Radiodetection, und fachsimpelt mit einem halben Dutzend Messtechnikern über technische Spezifikationen, klinkt sich aber auch immer wieder in die konkrete Suche ein.
So lernen, wie’s für die Praxis Sinn hat
Dass Monique, die beruflich in Brandenburg unterwegs ist, auf Fehlersuche geht, ist Teil eines Seminars, das wir für Radiodetection maßgeschneidert und auch in diesem Jahr wieder abgehalten haben. Die Teilnehmenden sind selbst als Messtechniker draußen im Einsatz, ihre Arbeitgeber haben entsprechende Geräte angeschafft – und sie selbst sollen nun so fit wie möglich im Umgang damit werden: um Fehler schneller zu entdecken und die Frage „wo genau müssen wir jetzt aufgraben?“ möglichst punktgenau beantworten zu können.
Wobei die Mantelfehlersuche nur eins der Anwendungsfelder war, an denen Heiko als Dozent unserer Akademie gezeigt hat, wie Messtechnik richtig eingesetzt wird. Doch ist dies ein Beispiel dafür, wie wir die Inhalte der Seminare auf das zuschneiden, was Kunden in der Praxis brauchen. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Seit Jahren entwickeln und überarbeiten wir auf diese Weise Seminare für Mitarbeitende der Deutschen Telekom und anderer großer Netzbetreiber, kürzlich hatten wir Besuch von Beschäftigten des Gasnetzbetreibers Gasunie. Und für diejenigen, für die es zu zeitaufwändig ist, ihre Teams zu uns nach Ostfriesland zu schicken, reisen unsere Trainer mit der „Akademie on tour“ auch zu Inhouse-Schulungen an. So sehr wir uns freuen, Gäste aus ganz Deutschland – wie Monique und die weiteren Teilnehmenden des Radiodetection-Kurses – bei uns begrüßen zu können.
Auch Interesse? Für speziell zugeschnittene Seminare einfach eine Mail schicken an akademie@tbd.de. Gern auch umsehen auf der Seite unserer Akademie. Vielleicht haben wir das benötigte Seminar – von Kupfer bis Glasfaser, von Montage bis Messtechnik und Reparatur – ja schon im Programm.





