
Schöne Sache: Knapp 700 Euro haben wir in den vergangenen drei Wochen gemeinsam für soziale Projekte erradelt. Unser Team hat gut 6800 Kilometer bei der Klimaschutz-Aktion „Stadtradeln“ auf die Straße gebracht. Und wie in den Vorjahren spendet tbd 10 Cent pro gefahrenem Kilometer auf das Konto unserer „Aktion Glückscent“, über die wir Projekte für den guten Zweck unterstützen.
Ein weiterer Ansporn, aufs Rad zu steigen – neben Klimaschutz, Gesundheit und Teamgeist. Und viele haben sich kräftig reingehängt: Das Wir gewinnt.
Was zur Ehrlichkeit gehört
Klar ist: Beim „Stadtradeln“ geht es ja eigentlich darum, Alltagswege zu radeln, die sonst mit Autos oder Transportern gefahren würden. Für viele unserer Kolleginnen und Kollegen ist das schwierig: Werkzeug, Maschinen, Material oder Minibagger passen nicht auf den Gepäckträger.
Zumeist schwärmen unsere Kolleginnen und Kollegen direkt von zuhause zu ihren Einsatzorten aus: Sie wechseln Zähler, prüfen Schweißnähte, reparieren kaputte Telekommunikationsleitungen, modernisieren Gasleitungen, prüfen Hausanschlüsse, suchen nach Lecks in Leitungen, schließen Trafohäuschen an und vieles mehr. Viele von uns brechen mit Material an Bord morgens direkt zum Einsatzort auf, und die Wege dahin können weit sein. Zum Teil sind sie bundesweit im Einsatz.

Sportlicher Ehrgeiz nach Feierabend
Viele Kilometer sind deshalb in den Feierabendstunden zusammengekommen – mit Spaß am Bewegen und mit dem Ansporn, Gutes zu tun. Das ersetzt nur bedingt Alltagsfahrten, das gehört zur Ehrlichkeit dazu. Und doch hat die Aktion bei vielen das Bewusstsein für Klimaschutz und Gesundheit geschärft.
Umso schöner: 43 Mitarbeitende haben beim „Stadtradeln“ mitgemacht und sich reingehängt. Manche haben den Arbeitsweg mit dem Rad zurückgelegt, wann immer möglich. Andere haben ihre Freizeit bewusst autofrei und sportlich gestaltet.
Insgesamt sind im Landkreis Wittmund rund 1100 Menschen mitgeradelt und haben gemeinsam etwa 171.000 Kilometer zurückgelegt – fast die Hälfte der Strecke von der Erde zum Mond. Andere waren noch stärker als wir, uns es ist schön zu sehen, wie viele Schulen die ersten Plätze belegen. Mit unseren etwa 160 Kilometern pro Kopf sind wir aber im Landkreis zumindest unter den Top 10. Und das ist ein schönes Zeichen.
Theo verteidigt sein „gelbes Trikot“
Das „gelbe Trikot“ im internen „Gesamtklassement“ hat zum zweiten Mal Theo Kuiper eingeheimst, Servicetechniker in der Erdgasumstellung. Knapp 700 Kilometer ist er geradelt – beruflich aktuell mit dem Rad auf Wangerooge, wo er Düsen in Gasverbrennern tauscht, nach Feierabend auch noch bei Runden um die Insel.
Nicht jeder Weg lässt sich bei uns aufs Rad verlegen. Aber Stadtradeln ist jedes Jahr ein guter Anlass, dort anzufangen, wo es möglich ist – und über den Klimaschutz hinaus sozial Gutes zu tun.