
Für ein paar Tage ist weithin sichtbar, was wir in den Wiesenweiten des Wangerlands für die Energiewende bewegen – und wer nah genug dran ist, kann für Momente spüren, wie wir den Boden ein wenig zum Beben bringen.
Das Ungetüm, das dafür sorgt, ragt turmhoch auf: ein Ramm-Mäkler, bestückt mit einem Hochleistungs-Hydraulikrüttler. Ganz vorsichtig klaubt unser Maschinenführer Stefan mit dessen Greiferzangen etwa 16 Meter lange Spundwandbohlen vom Boden auf, richtet sie hochkant aus, während Kollege Esmat immer wieder mit Gliedermaßstab und Wasserwaage kontrolliert und korrigiert, ehe der Hydraulikrüttler die langen Stahlteile vibrierend tief in den Kleiboden drückt.
Warum? Am Rande eines landwirtschaftlichen Betriebs in der winzigen Siedlung Wayens – im Nichts zwischen Hohenkirchen und Hooksiel – errichtet unser Geschäftsbereich Ingenieurwesen Fundamente für eine Biogas-Einspeiseanlage.
Wir sorgen als Dienstleister für Anlagenbauer wie Gasklar, S.A.B. und PPS Pipeline Systems, die die Anlagen schlüsselfertig herstellen, dafür, dass Gebäude gut gegründet sind und ein 13 Meter langer Tank in etwa vier Metern Tiefe sicher montiert werden kann. Im Tank lagert Flüssiggas, vor allem Propan und Butan. Es kann dem aufbereiteten Biomethan genau dosiert zugemischt werden, um dessen Brennwert an das Gas im jeweiligen Netz anzupassen.
Für viele ältere Biogasanlagen wird die Frage drängender, wie es nach ihrer bisherigen EEG-Förderung weitergeht. Eine Möglichkeit: Das erzeugte Biogas nicht mehr ausschließlich vor Ort zu verstromen, sondern zu Biomethan aufzubereiten und ins Gasnetz einzuspeisen.
Was tun wir dort alles?
Unser Team richtet das Baufeld ein und hebt die notwendigen Baugruben aus. Damit die Baugrube für den Einbau des Tanks und seines Fundaments stabil und sicher ist und sich auch das Grundwasser während der Arbeiten fernhalten lässt, rammt Stefan mit Unterstützung von Esmat Spundwände in die Erde. Im Klei unter Wayens sind dafür besonders lange Spundwandbohlen von um die 16 Meter nötig.
Im Anschluss ist Stefan auf den Bagger gewechselt und hat die Baugrube auf etwa vier Meter Tiefe ausgekoffert. Auch die Spundwandbohlen hat unser Team auf die exakt gleiche Höhe gebracht. In der Grube sind dann die Bodenfundamente errichtet und die Anschlüsse für den Tank gesetzt worden. Auch um den Einbau des Tanks kümmern wir uns – ebenso um PE-Rohrsysteme und Kabelarbeiten im Untergrund, um Schalungen und passgenaue Betonelemente, die Montage der Fackel sowie abschließend um alle Pflaster- und Asphaltarbeiten.
Genau das ist parallel auch fast 600 Kilometer östlich in Gusow in Brandenburg passiert, wo unsere Kollegen aus Bernau seit diesem Frühjahr ebenfalls Fundamente für eine Biogas-Einspeiseanlage errichtet haben.
Seit Jahren sind die Spezialtiefbau-Experten unseres Ingenieurwesens dafür immer wieder im Einsatz im Nordwesten, mit Projekten in Lindern, Löningen, Lohne, Börger, Damme, Westertimke – jetzt Wayens und in Kürze ein weiteres Projekt in Großenkneten. Und von Bernau aus in Brandenburg folgen ebenfalls weitere solcher Projekte. Um auch dort den Boden für die Energiewende zu bereiten.
















