Es ist noch etwas enger geworden in der Enge von Sengwarden. Vorübergehend. Auf Hunderten Metern Länge reihen sich Baustellenschranken in den schmalen Gassen und Straßen, die sich im Warftendorf rund um die Kirche schlängeln. Quer durch den Ort, der seit 1972 zur Stadt Wilhelmshaven gehört, sind Baustellenfahrzeuge von tbd unterwegs. Bagger heben Rohrgräben aus. Radlader schaufeln sich den Kübel voll mit Sand, um ihn ein paar Meter weiter wieder abzuladen und Gräben wieder zu verfüllen. Eine Horizontalbohrmaschine fräst sich schräg hinter der Kirche unter einer Rasenfläche hindurch. Arbeiter knien auf Schonern und pflastern den alten Gehweg neu. Woanders zieht eine Seilwinde knapp 200 Meter Kabel zwischen kleinen alten Häuschen hindurch. 

Rund 2,4 Kilometer 1-kV-Kabel für ein neues Ortsnetz

Ganz so betagt wie das rund 850 Jahre alte Dorf sind die bisherigen Stromkabel nicht. Doch sind auch sie schon einige Jahrzehnte im Einsatz. Deswegen lässt der örtliche Netzbetreiber GEW das Stromnetz im Dorf erneuern. Rund 2,4 Kilometer 1-kV-Kabel verlegen unsere Kolonnen neu für das Ortsnetz, erneuern die komplette Trafostation, binden sie ins 20-kV-Mittelspannungsnetz ein und stellen zahlreiche neue Hausanschlüsse her, über die die Gebäude im Dorf ans neue Netz angebunden werden. 

Wir machen Tempo, damit Kinder im Sommer unbeschwert spielen können

Geschäftsbereichsleiter Rafael Gensior sagt: „Wir sind mit vier Kolonnen in Sengwarden im Einsatz, weil wir die Menschen dort so kurz und so wenig wie möglich stören wollen. Dazu gehört, so gründlich, aber auch so schnell wie möglich fertig zu werden.“ Weil sich Schnee, Eis und gefrorener Boden so weit ins Jahr gehalten haben, konnten wir erst im März anfangen – sind jetzt aber bewusst mit einer großen Truppe im Einsatz: „Wir möchten, dass die Kinder im Dorf im Sommer unbeschwert auf den Straßen spielen können, ohne dass da Radlader unterwegs sind – und die Menschen in ihrem Urlaub ausschlafen können, ohne morgens vom Lärm der Wacker, Stampfer und anderer Baugeräte geweckt und genervt zu werden.“ 

Wechselseitige Wertschätzung

Um die Behinderungen gering zu halten und zu ermöglichen, dass die Grundstücke jederzeit angefahren und verlassen werden können, werden alle Hauseinfahrten mit Rohren unterquert, durch die die Kabel gezogen werden – statt die Kabelschächte komplett in offener Bauweise herzustellen. „Wir haben großes Verständnis für die Menschen, die aktuell mit engeren Straßen und Baulärm umgehen, und die möchten wir möglichst wenig belästigen. Deswegen wollen wir auch so schnell wie möglich fertig werden – und versuchen, die Hauptarbeiten bis zum Beginn der Sommerferien zu schaffen.“ 

Und die Wertschätzung scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen: Während eine unserer Kolonnen im Rücken der Kirche ein dickes Kabel durch ein Schutzrohr zieht, kommt ein Anwohner raus, fragt: „Na, ist das Kino schon eröffnet?“ Antwort: „Das Popcorn ist fast fertig.“ Wechselseitiges Grinsen. Direkt danach holt er kühle Limonade aus seinem Haus. „Wenn ihr euch schon für uns reinhängt, können wir euch doch wenigstens Getränke bringen“, sagt er. Und so erfrischen unsere Kollegen sich kurz, um sich dann wieder reinzuhauen: damit die rund 1250 Sengwarder möglichst bald wieder Ruhe von uns haben – und ein funktionierendes neues Stromnetz. 

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